Warum jede Haut altert – Die Hautalterung

Ab einem Alter von circa 30 Jahren beginnt die Haut die ersten optischen und physiologischen Anzeichen von Hautalterung zu zeigen: Die mimischen Falten treten hervor, Tränensäcke und Schlupflidern bilden sich aus. Die Haut wird dünner und verletzbarer, besonders wenn die Haut trocken ist.

Mit zunehmendem Alter verliert die Haut immer mehr an Feuchtigkeit – sie wird immer trockener. Vor allem Frauen, die in den Wechseljahren sind, klagen über trockene Haut.

Wie funktioniert die Hautalterung?

Die Hautalterung ist ein sehr komplexer Prozess, bei dem viele Faktoren eine Rolle spielen. Dennoch kann die Elastizität der Haut ein gutes Maß für den Fortschritt der Hautalterung sein

Wusstest du schon, dass nicht nur deine Haut, sondern alle Organe altern?

Während sich die Zellen der Oberhaut bei „normaler“ Haut circa alle 28 Tage teilen, benötigen sie bei reifer Haut mindestens 50 Tage, das heißt, dass du erst nach 50 Tagen die Wirkung einer Creme beurteilen kannst.

In deinem Bindegewebe werden elastische Fasern abgebaut, die für eine junge, glatte und elastische Haut sorgen. Genau aus diesem Grund kommt es im Alter zu einer Verringerung der Spannkraft deiner Haut, Falten und Runzeln werden ausgebildet.

Da die Haut während der Alterung immer mehr an Fett und Feuchtigkeit verliert und trockener wird, klagen viele Menschen über die trockene Haut. Trockene Haut wird schnell rissig und juckt, dadurch wird oft ein unbewusstes Kratzen ausgelöst, was zu Entzündungen und Ekzemen führen kann.

Oft kommt es morgens zu Schwellungen der Gesichtshaut: Du kannst dir ansehen, dass die Lymphflüssigkeit und Schlackestoffe nachts nicht gut abtransportiert werden können.

Auch wenn nachts der Abtransport nicht so gut funktioniert, arbeitet deine Haut nachts auf Hochtouren an ihrer Regeneration – die Zellteilungsrate ist achtmal höher als am Tag. Deswegen solltest du besonders bei der Nachtcreme auf helfende Inhaltsstoffe achten.

Die genau Schnelligkeit der Hautalterung ist übrigens genetisch festgelegt, dennoch kannst du sie beeinflussen.

Faktoren, die die Hautalterung beeinflussen

Die Alterung deiner Haut wird durch intrinsische und extrinsische Faktoren bestimmt.

Intrinsische Faktoren

  • genetische Veranlagung
  • hormonelle Veränderungen

Extrinsische Faktoren

  • Sonnen-Strahlung
  • Nikotin
  • Alkohol
  • Luftverschmutzung

Intrinsische Faktoren können nicht von dir beeinflusst werden. Je nach genetischer Veranlagung setzen diese zu verschiedenen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Ausprägung ein. Intrinsische Faktoren können weder beeinflusst noch aufgehalten werden.

Anders ist das bei den extrinsischen Faktoren, die wir selbst mit in der Hand haben. Durch präventive Maßnahmen und einen ausreichend hohen Sonnenschutz kannst du versuchen deine Haut so gut und so lange es geht jung zu halten.

Kommt deine Haut beispielsweise in Kontakt mit zu viel Sonnenstrahlung, so entstehen freie Radikale. Diese freien Radikale können deine Zellen angreifen und sie beschädigen – es entsteht oxidativer Stress, die körpereigenen Mechanismen zur Reparatur versagen und die Haut altert schneller.

Wenn du deine Haut lange jung halten möchtest, solltest du also auf jeden Fall einen genauen Blick auf deine Gewohnheiten werfen: Vermeide ständigen Stress, eine einseitige Ernährung, übermäßigen Konsum von Alkohol und Rauchen. Achte dabei auf eine auf deinen Hauttypen zugeschnittene Hautpflege & entwickle deine Hautpflege-Routine.

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Warum Cremes keine Wunderwaffen gegen die hautalterung sind

Kein kosmetisches Produkt kann die Hautalterung stoppen oder aufhalten. Aber dennoch kann deine Hautpflege deine Haut während des Prozesses der Hautalterung positiv unterstützen.

Um die Hautalterung nicht frühzeitig anzustoßen oder weiter voranzutreiben, solltest du den Kontakt zu freien Radikalen vermeiden. Verwende auf jeden Fall Sonnenschutzprodukte, ernähre dich ausgewogen mit Vitaminen & Spurenelementen. Verzichte aufs Rauchen und versorge deine Haut mit genügend Feuchtigkeit, denn trockene Haut altert schneller.

In einigen Testungen wurde ein positiver Effekt von Fruchtsäuren (erst ab Konzentrationen von über 10 %) und Vitamin-A-Säure nachgewiesen. Da Vitamin-A-Säure nicht nur die Kollagen-Synthese stimuliert, sondern auch die äußere Hornschicht verdünnt, sollten Schwangere auf eine Verwendung verzichten.


Quellen

„Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie“, Plewig, Ruzicka, Kaufmann, Hertl, Springer, 7. Auflage

„Dermatologie und medizinische Kosmetik“ – Hermann Trinkkeller, Springer, 3.Auflage

„Kosmetische Dermatologie – Dermokosmetische Produktempfehlungen nach Hauttyp“ – Juliane Christina Hönigl, Diplomarbeit

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