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Silikone – ein umstrittener Inhaltsstoff

Silikone gelten als umstrittene Inhaltsstoffe, die schon oft in die Kritik geraten sind.

Was sind Silikone?

Chemisch gesehen handelt es sich bei Silikonen um synthetische siliciumorganische Vebindungen. Hört sich kompliziert an? Ist es gar nicht, denn das wichtigste was du zu ihnen wissen solltest, ist das sie organische und anorganische Stoffcharakteristika miteinander verbinden.

Eigenschaften von Silikonen

lassen sich gut verteilen
fettet nicht
chemisch stabil
verbessern die Nasskämmbarkeit
sind gut hautverträglich – sie lösen kaum Allergien aus
bilden eine Film auf der Haut

Wo werden Silikonöle Verwendet?

Silikone werden in dekorativer Kosmetik (z.B. in Lidschatten, Wimperntusche oder Pudern) für eine bessere Verteilbarkeit eingesetzt.

In Konzentrationen von 2-5 % findest du Silikonöle als wasserabweisenden Inhaltsstoff in schützenden Produkten wie Sonnenmilch und (Baby-) Cremes.

Die einzigen Produkte, die noch mehr Silikonöle enthalten – nämlich ca. 25 % – sind Arbeitsschutzsalben, die die Haut im Labor beispielsweise vor Säuren und Laugen schützen können.

Und warum werden Silikone verwendet?

Silikone haben einen großen Vorteil: Als hautfremde Stoffe sind sie sehr gut verträglich für deine Haut und lösen keine Allergien aus.

Außerdem wirken sie okklusiv, das heißt das sie deine Haut abdichten. Dadurch, dass deine Haut abgedichtet ist verliert sie weniger Feuchtigkeit & auch von außen ist sie geschützt (siehe Arbeitsschutzsalben mit Silikonölen).

Der große Nachteil der Silikonöle lässt sich auch auf die Abdichtung der Haut zurückführen, denn durch das Abdichten der Poren werden Unreinheiten & Akne begünstigt.

Nach dem Abwaschen sind Silikone & ihre Effekte wie eine geschmeidige Haut oder der optische Faltenfüller weg. Die Haut fühlt sich wieder trockener an.

Silikone in der Hautpflege

Silikonöle dienen in allen Hautpflegeprodukten als kostengünstige, ölige Komponente, denn sie sind deutlich günstiger als hochwertige pflanzliche Öle.

Dabei können pflanzliche Öle langfristig viele positive Bereicherungen für deine Haut bringen.

wie du siilikon(-Öle) erkennen kannst

Silikone kannst du ganz einfach in der INCI-Liste durch die Endungen -cone oder -xane erkennen.

In INCI-Listen enden Silikone auf -cone oder -xane.

Die Silikone, die am häufigsten in Kosmetika verwendet werden sind heißen: Dimethicone, Methicone & Polysiloxane.

In Naturkosmetik sind Silikonöle nicht erlaubt, deswegen kannst du bei Naturkosmetika davon ausgehen, dass diese keine Silikonöle enthalten.

Quelle

„Körperpflege und Kosmetik“ – Sabine Ellsässer, Springer, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage

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2 Kommentare zu „Silikone – ein umstrittener Inhaltsstoff“

  1. Liebe Maike
    Letzte Woche habe ich mir die DIY-Tage gegönnt und schlussendlich auch gebucht. Ich war schon mal auf deiner Website, bevor ich dich bei den DIY-Tagen wiedersah. Die meisten deiner Aussagen kann ich bestätigen, doch etwas kann ich echt nicht verstehen… das konnte ich schon damals nicht, als ich auf deiner Seite war… und zwar das mit den Silikonen auf unserer Haut. Nicht nur, dass es unserer Haut tatsächlich nicht wohl tut, weil sie ja abgedichtet wird, sondern weil es beim Abwaschen in die Rohre gelangt… was denen gar nicht gut bekommt und schlussendlich noch in unser Grundwasser und genau das finde ich am schlimmsten. Du bist noch jung und hast hoffentlich noch viel vor auf unserer Mutter Erde und deshalb wäre es toll, wenn du sie schützen und dir nochmals überlegen würdest, ob du da auf dem richtigen Weg bist mit deiner Meinung über Silikone… denn umso weniger Chemie jeder einzelne von uns in den Abfluss laufen lässt, umso besser wird es unserer Mutter Erde gehen.
    Alles Gute…
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,
      danke für deinen Kommentar :).
      Ich sehe die ganze Welt der Inhaltsstoffe immer noch aus der Blickweise einer Chemikerin.
      Da sind Silikone auf der Haut sehr gut geeignet bei der Laborarbeit, da immer noch keine besseren Alternativen gibt.
      Die Risiken für die Umwelt wurden schlussendlich noch nicht korrekt erforscht. Ja, Silikone gelangen ins Gewässer und ggfs. über Klärschlamm auf die Böden und bleiben im Umlauf wegen ihrer schweren Abbaubarkeit.
      Aber es ist noch nicht erforscht, wie die Umwelt tatsächlich gefährdet ist.

      Ich persönlich verwende z.B. Silikon nur zum Schutz im Labor oder teilweise in der Haarpflege, dennoch denke ich, dass es an dieser Stelle so viel wichtiger ist aufzuklären und objektiv zu zeigen, was Silikone sind und was sie machen :).
      Ich bin kein Fan von dem Vorverurteilen oder Verurteilen von Menschen, jede(r) tut sein bestes :).
      Alles Liebe,
      Maike

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