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Ist Naturkosmetik wirklich besser? [+ Podcast]

Ist Naturkosmetik wirklich immer besser? Was ist Naturkosmetik und warum gibt es keine gesetzlichen Regelungen?

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Jedes mal, wenn ich durch den Drogeriemarkt laufe, höre ich die Gespräche von den anderen Menschen und immer häufiger drehen sich diese Gespräche darum, dass sie jetzt mehr Naturkosmetik kaufen, da dies besser für die Umwelt und die Haut sei.

Dennoch werde ich oft gefragt, ob Naturkosmetik wirklich immer besser ist.

Und die ganz klare Antwort ist: Nein, nicht immer.

Aber wir schauen uns das ganze einmal von Vorne an.

Was ist Naturkosmetik?

Naturkosmetik ist kein gesetzlich geregelter Begriff. Das heißt: Jedes Produkt kann sich theoretisch als Naturkosmetik bezeichnen. Verbrauchern denken bei dem Begriff, dass diese Kosmetik natürliche Inhaltsstoffe enthält, umweltfreundlicher und hautverträglicher sei.

Aber: Naturkosmetik besteht nicht ausschließlich aus unbehandelten, natürlichen Inhaltsstoffen.
Damit wir zum Beispiel eine Creme herstellen können, brauchen wir Wasser und Fette. Diese beiden Inhaltsstoffklassen würden sich niemals freiwillig miteinander verbinden. Daher benötigt man einen Emulgator und da es keine Emulgator-Bäume gibt sind Emulgatoren keine unbehandelten, natürlichen Inhaltsstoffe, sondern werden synthetisch erzeugt.

Naturkosmetik-Siegel

Regulation gibt es im Reich der Naturkosmetik besonders durch Labels und Siegel.
Diese haben einen Vorgabenkatalog zu Inhaltsstoffen und der Verarbeitung dieser.

Naturkosmetik vs. konventioneller Kosmetik

Wir unterscheiden zwischen Naturkosmetik und konventioneller Kosmetik.

Während die Naturkosmetik oft durch Siegel etwas reguliert ist und z. B. keine synthetischen Inhaltsstoffe enthalten, kann konventionelle Kosmetik alle Inhaltsstoffe enthalten, die für die Verwendung in Kosmetik zugelassen und als sicher bewertet sind. Das können synthetische, aber auch natürliche Inhaltsstoffen sein. Durch die gesetzlichen Vorschriften für alle Kosmetika in der europäischen Union gibt es keinen gesetzlichen Unterschied zwischen Naturkosmetika und konventioneller Kosmetik – beide gelten als gleich sicher. Bei der Zulassung von Kosmetik spielt die Natürlichkeit von Rohstoffen keine Rolle.

Nicht alle Produkte, die kein Naturkosmetik-Siegel haben sind konventionelle Kosmetik.
Das Erwerben von Siegeln ist oft mit einem finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden und daher gerade bei kleinen Manufakturen meist nicht auf der obersten Prioritäten-Liste.

Es gibt viele Produkte, die kein Naturkosmetik-Siegel haben, aber sich dennoch an die Leitlinien von Naturkosmetik-Siegeln halten. Und nicht alle konventionellen Kosmetika enthalten Silikone, Parabene oder Formaldehyd-Abspalter.

Nur ein Blick auf die INCI-Liste (Inhaltsstoff-Liste) kann dir mit Sicherheit Auskunft darüber geben, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind und welche nicht.

Ist Naturkosmetik verträglicher?

Die Natur bietet ein breites Spektrum an Stoffen, die ein hohes allergenes Potential haben.
Zum Beispiel Pollen – wie viele Menschen haben eine starke Pollenallergie und leiden in bestimmten Jahreszeiten unheimlich darunter.

Reagiert jemand sehr empfindlich auf Allergene oder hat ein breites Spektrum an Allergien, kann es sinnvoller und gesünder sein auf konventionelle Kosmetik zurückzugreifen, um Allergene zu meiden.

Ist Naturkosmetik Bio?

Auch mit Siegel enthält ein naturkosmetisches Produkt nicht unbedingt nur Bio-Rohstoffe, auch hier gibt es erhebliche unterschiede zwischen verschiedenen Siegeln.

Um den Durchblick zu bekommen solltest du dich genau mit den jeweiligen Voraussetzungen verschiedener Siegeln auseinander setzen und INCI-Listen richtig lesen lernen.
Nur so kannst du eine gute Entscheidung für dich & deine Haut treffen.

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